Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie
 Universitätsmedizin Leipzig
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Periphere Nervenchirurgie/Plexuschirurgie

Schädigungen der Nerven, die den gesamten Körper durchziehen (periphere Nerven), entstehen durch Unfälle, einseitige Belastung, Überlastung, Entzündungen und Tumoren.

Dabei können leichte und schwere, kurzzeitige und dauerhafte Störungen auftreten. Selbst bei einem vollständigen Durchtrennen eines größeren Nervs ist jedoch eine Regeneration möglich, wenn die Nervenenden frühzeitig wieder zusammengefügt werden.

Zeichen einer Schädigung peripherer Nerven sind:

  • Schmerzen
  • Taubheitsgefühl, Kribbeln, Missempfindungen
  • Lähmungen der versorgten Muskel

Die klinische Untersuchung durch einen geschulten Experten ist unersetzlich bei Verdacht auf eine Schädigung der peripheren Nerven. Manchmal lässt sich die Schädigung durch eine gezielte Blockade des Nervs mit Betäubungsmitteln (Infiltration) näher eingrenzen. Darüber hinaus kommen aber auch apparative Methoden zum Einsatz.

Periphere Nerven können sich von kurzzeitigen Schäden erholen. Die Behandlung richtet sich daher nach Ursache, Dauer und Schwere der Schädigung. Wenn durch die natürliche Selbstheilung (Regeneration) und durch unterstützende medikamentöse und physiotherapeutische Bemühungen keine Besserung eintritt oder eine Durchtrennung von Nerven nachgewiesen ist, kommen operative Verfahren zum Einsatz.

Operationen werden entweder unter lokaler Betäubung oder in Narkose durchgeführt. In der Regel erfolgen die Operationen unter dem Mikroskop, einige auch mit dem Endoskop. Engpässe werden beseitigt, indem man das auf den Nerv drückende Gewebe durchtrennt und von diesem entfernt. Auch nach einer rechtzeitig durchgeführten Behandlung benötigt der Nerv etwa einen Tag, um einen Millimeter neu zu wachsen (Regeneration). Die Erholung von Lähmungen beginnt daher oft erst nach Monaten. Eine intensive Nachbehandlung mit Krankengymnastik, Ergotherapie und Elektrostimulation verbessert die Heilungsergebnisse deutlich.

In der Spezialsprechstunde können Betroffene alle Fragen stellen und ihre Nervenfunktionen untersuchen lassen.

 
Letzte Änderung: 27.01.2017, 13:01 Uhr
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